Auffay, Luneray, Longueville-sur-Scie ... Sehenswerte Dörfer mit besonderem Charme

Auffay

Um 1060 schenkte der Grundherr von Heugleville seinem Sohn Gilbert einige Ländereien. Dieser erbaute eine Festung auf einer Anhöhe, auf der hohe Buchen standen. Die Bäume gaben dem Ort seinen Namen: Alta Fagus. Gilbert, Begleiter von Wilhelm dem Eroberer in der Schlacht bei Hastings, tat viel für den Wohlstand seines Lehens. Im 13. Jahrhundert zählte die Stadt 2000 Einwohner. Hier wurde gesponnen und gewebt und Gerbereien siedelten sich am Ufer der Scie an. Im Zentrum des Städtchens erhebt sich seit dem 11. Jahrhundert die heute denkmalgeschützte Stiftskirche Notre-Dame, die bis zum 17. Jahrhundert mehrfach umgebaut und verändert wurde. Ihr Kirchturm misst 77 Meter und birgt die Nachbildungen seiner berühmten Stundenschläger, die jede Viertelstunde verkünden (die Originalstatuen aus dem 17. Jahrhundert sind im Rathaussaal ausgestellt). Auffay ist eine Stadt voller Überraschungen, die Sie mit ihrem reichen Kulturerbe garantiert mehr als einmal in Staunen versetzen wird. Ein von der französischen Vogelschutzliga als Vogelschutzgebiet ausgewiesener öffentlicher Garten, Erholungs- und Freizeitanlagen auf den Industriebrachen am Ufer der Scie, für das Caux typische Häuser, die ehemaligen Markthallen im Zentrum, in denen heute das Rathaus untergebracht ist, der belebte Wochenmarkt jeden Freitag auf dem Rathausplatz und das märchenhafte Schloss Bosmelet mit seinen Sammlungen des Regisseurs Alain Germain: Tauchen Sie mit unserer Broschüre „Auffay Schritt für Schritt“ in die Geschichte dieser faszinierenden Stadt ein!

Bacqueville en Caux

Auf der großen Place XVIIIème in Bacqueville-en-Caux, wo bereits im Mittelalter ein Markt stattfand und auch heute noch jeden Mittwoch Händler ihre Waren feilbieten, entdecken Besucher ein traditionelles Städtchen mit zahlreichen Geschäften. Unterhalb des Stadtzentrums offenbart sich dem neugierigen Spaziergänger nach einem Abstieg über die steilen Treppen die untere Stadt mit der Atmosphäre ihrer Glanzzeit: der Zeit der Ritter. Die Verteidigungselemente der massigen Kirche Saint-Pierre spiegeln noch heute die Macht der Grundherren wider, die hier im Mittelalter geherrscht haben. Treten Sie ein und entdecken Sie auf einem der zeitgenössischen Kirchenfenster die Legende von Guillaume Martel. Gehen Sie dann über den Weg des Kreuzes „Mangeà-là“ wieder in das Stadtzentrum hinauf. Der Legende nach wurde dieses Kreuz genau an der Stelle errichtet, an der Guillaume Martel nach seinem Gebet an den Heiligen Leonard, er möge ihn aus seiner Gefangenschaft während der Kreuzzüge befreien, aufgewacht war. Erkunden Sie im Stadtzentrum das Clos de l’Aiglerie, eine auf großartige Weise restaurierte ehemalige Poststation mit traditionellen Bauerngebäuden. Bacqueville verfügt zudem über eine Pferderennbahn, auf der regelmäßig internationale Wettbewerbe ausgetragen werden, und über eine Pferdezuchtanstalt, die einst den französischen Staatsgestüten unterstand.

Luneray

Aufgrund einer florierenden Industrie und Wirtschaft war die Bevölkerung in Luneray gebildet, was Jean Venable im 16. Jahrhundert dazu veranlasste, die evangelische Lehre in die Stadt zu bringen. In der 1807 erbauten Kirche wird noch jeden Sonntagvormittag der Gottesdienst gefeiert und zahlreiche Orte in der Stadt erinnern an die dunklen Zeiten der Religionskriege, zum Beispiel die geheimen Friedhöfe.

Auch von der regen Textilindustrie zeugen noch viele Orte: ehemalige Trockenanlage, Straßennamen und die berühmten „Korbwege“ (Sentes à Panier), schmale Pfade, auf denen die Menschen früher ihre mit Wollsträngen gefüllten Körbe trugen. Ein origineller Parcours durch den Ort, vorbei an seinem kleinen, aber feinen Kulturerbe.

Auf dem Marktplatz – der Place du Marché – thront in einem ehemaligen Kornspeicher das Rathaus. Jeden Sonntagmorgen findet auf dem Platz der betriebsame lokale Erzeugermarkt mit Produkten aus der Region statt, der Besucher aus dem gesamten Departement Seine-Maritime anlockt. Ein Erlebnis, das Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten!

Val-de-Saâne

Die ersten Spuren des Dorfes reichen in die Römerzeit zurück, als eine Straße durch das Tal die Bretagne mit den Küstengebieten des nördlichen Galliens verband. In der Renaissance ereigneten sich regelrechte Tragödien in dem kleinen Dorf und seiner Umgebung: Ein Großteil des Dorfes fiel zunächst der Pest und dann im Jahr 1740 einem Brand zum Opfer. Zu Beginn der 1960er Jahre beschloss man aufgrund der Landflucht, die vier Gemeinden des Saâne-Tals (Anglesqueville-sur-Saâne, Eurville, Thiédeville und Varvannes) zu der Gemeinde Val-de-Saâne, wie wir sie heute kennen, zusammenzufassen. Der Name Val-de-Saâne geht auf den Historiker Jehan le Povremoyne zurück. Seit dem Zusammenschluss der vier Dörfer hat sich Val-de-Saâne konstant weiterentwickelt, bis es 1999 dank seines Engagements für einen ökologischen Tourismus und den Ausbau seiner Freizeitanlagen (Schwimmbad, Wanderwege …) mit dem Prädikat „Station Verte de Vacances“ (grüner Ferienort) ausgezeichnet wurde. Entdecken Sie Val-de-Saâne auf einem Kulturpfad, der in unserer Broschüre „Val-de-Saâne Schritt für Schritt“ beschrieben ist!

Longueville-sur-Scie

Gauthier Giffard, Begleiter von Wilhelm dem Eroberer in der Schlacht bei Hastings, wurde im 11. Jahrhundert zum Beschützer des Priorats von Longueville. Er ließ eine feudale Burg erbauen, die einen strategischen Platz in Longueville einnahm und das Dorf zu einem wichtigen Handelsstandort machte. Die Ruinen der Festung sind noch heute zu sehen, insbesondere entlang unserer Rundwanderwege. Später wurde das Lehen eine Grafschaft und danach ein Herzogtum der Familie von Orléans. Neben ihrer mittelalterlichen Vergangenheit hat die Gemeinde eine originelle Kulturstätte zu bieten: „Le Cellier“ veranstaltet ganzjährig Konzerte, Ausstellungen und andere kulturelle Programmpunkte.